Schöneiche hilft!

Seit dem Sommer 2015 sind unter dem Bündnis SchöneicherInnen versammelt, die aktive Willkommenskultur für Flüchtlinge gestalten wollen. Wir arbeiten gerne mit allen zusammen, die sich für eine weltoffene, demokratische und diskriminierungsfreie Gesellschaft einsetzen. Das Bündnis vernetzt Hilfsangebote und ist bürgerschaftlicher Partner der Gemeinde Schöneiche bei Berlin. Anlaufstelle für alle Helfer und Interessierte ist das Café International in der Kulturgießerei. Dienstag ab 17 Uhr bis 21 Uhr. Bitte schauen Sie in den Bereich Arbeitsgruppen und kontaktieren Sie die jeweiligen Ansprechpartner für ihre Fragen und Anregungen.

News

 

Tag gegen Rassismus in Schöneiche

Ungefähr 70 Personen waren am Samstag um 12 Uhr vor dem Rathaus Schöneiche zusammen gekommen, um ein Zeichen gegen Rassismus und Faschismus zu setzen. Unter ihnen waren mehrere Bürgermeister, Kreistagsabgeordnete und Gemeindevertreter. Einige fuhren anschließend nach Berlin, wo (wohl auch wegen des schlechten Wetters nur) ca. 3.000 Personen demonstrierten.Aufstehen_retuschiert

Aktionstag gegen Rassismus am 16. März

wir stehen auf gegen Rassismus

Weltweit aufstehen gegen Rassismus in Schöneiche am Samstag 16.3. um 12 Uhr vor dem Rathaus

ab 12.30 Uhr optional gemeinsame Fahrt zur Demonstration in Berlin

In den vergangenen Jahren haben extrem rechte Parteien und Bewegungen fast überall auf der Welt an Einfluss gewonnen – in Polen, Ungarn, Österreich und Kroatien, in den USA, auf den Philippinen und in Brasilien bestimmt der Hass der extremen Rechten gegen Migrant*innen, Muslim*innen, Frauen, LGBTIQ* und politisch Andersdenkende schon die Regierungspolitik. Weltweit werden Minderheiten mehr und mehr verfolgt, stehen Aktivist*innen, die sich für Demokratie und Solidarität einsetzen, unter Druck.
Auch in Deutschland ist mit der AfD eine menschenfeindliche Agenda in die Parlamente eingezogen und Politiker*innen anderer Parteien versuchen, deren Wähler*innen durch Aufgreifen ihrer Themen und Übernahme von Forderungen für sich zu gewinnen. Zugleich unterhält die AfD Kontakte in alle Bereiche der extremenRechten und agiert in Chemnitz und an anderenOrten als parlamentarischer Arm gewalttätiger faschistischer Straßenbewegungen. Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus sind auch hierzulande wieder erstarkt und Islamfeindlichkeit ist weit verbreitet. Musliminnen, die ein Kopftuch tragen, leiden besonders unter zunehmender Aggression im öffentlichen Raum.
Um den Internationalen Tag gegen Rassismus der UNO im März 2018 gab es in vielen Ländern Demonstrationen oder andere Aktionen, wie z.B. in Griechenland, Großbritannien, Frankreich, Irland, Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Südkorea, Spanien. Gemeinsam wollen wir auch in diesem Jahr am 16. März 2019 weltweit zeigen: Zusammen sind wir stark – gegen Rassismus und Faschismus, überall!
In Deutschland stehen mit den Wahlen zum Europaparlament im Mai sowie Landtags- und Kommunalwahlen in mehreren Bundesländern wichtige Entscheidungen an. Wir wollen darauf Einfluss nehmen, welche politischen Kräfte in diesen Wahlen gestärkt werden. Es gilt, gemeinsam gegen die Rassist*innen und die extremeRechte, allen voran gegen die AfD, aufzustehen und deutlich zu machen:
Ihre Ideologie stammt aus der dunkelsten Vergangenheit. Sie haben kein Konzept zur Lösung der sozialen Spaltung unserer Gesellschaft, gegen Hungerlöhne und Altersarmut, gegen Wuchermieten und Ausgrenzung. Rassismus ist keine Alternative!
Wir treten ein für eine Gesellschaft, die Menschenrechte schützt. Dazu zählen gleiche Rechte für alle ebenso wie das Recht auf Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Bildung. Unsere Alternative heißt Solidarität!
Dafür arbeiten wir mit Bewegungen weltweit zusammen. Gemeinsam rufen wir auf, am 16. März 2019 weltweit und auch in Deutschland in vielen Städten mit vielfältigen Aktionen, Demos, Kundgebungen, Stolperstein-Putzaktionen etc. zu zeigen, wofür wir stehen: Gegen Rassismus und Hass, für Solidarität in all unserer Vielfalt! Überall!

Den internationalen Aufruf, auf den sich Bündnisse gegen Rassismus und Faschismus weltweit verständigt haben, dokumentieren wir hier auf deutsch und englisch >>

Chanukkafeier am 14.12.2018 um 17 Uhr

.Chanukka2018_Apparatschik

Zum 18. Mal lädt der Verein Schtetl in die Kulturgießerei, um Chanukka als frohes Lichterfest im winterlichen Dezember zu feiern.

Herr Dr. H. Küstner gibt wie immer eine Einführung über den Sinn des jüdischen Festes. Darauf folgen Theaterszenen des Vereins „Schtetl“ mit Michail Milmeyster und viel Musik. Die Gruppe „Apparatschik“ hat zugesagt und lädt die Besucher zum Tanz ein. Natürlich wird auch wieder ein exquisites Buffet vorbereitet. Also, es lohnt sich zu kommen, denn es erwartet Sie Genuss pur für alle Sinne.

The East European Live Music & Dance Party Committee
APPARATSCHIK – Taiga Tunes & Soviet Grooves

Wo findet man Russen und Ukrainer, die gemeinsam singen und tanzen? Bei Konzerten der Berliner Band Apparatschik! Weit über die Landesgrenzen hinweg begeistern die vier Musiker das Publikum mit ihren energiegeladenen Live-Konzerten, mitreisenden Melodien, und mit einem Rhythmus, der in die Beine geht. Der Bandgründer und Sänger Matrosov (Olaf Opitz) überzeugt mit gefühlvoller Stimme und mit seinem meisterhaften Spiel auf der Balalajka. Der virtuose Akkordeonist Mischa (Michail Saposchnikow) spielt was das Zeug hält, singt mit, und erzählt dem Publikum Anekdoten aus der sowjetischen Vergangenheit. Nicht weniger hörens – und sehenswert ist auch Pasha (Paul Milmeister), der seine Kontrabass-Balalaika liebevoll zupft. Den feurigen Rhythmus auf Schlagzeug und Percussion gibt Udarnik (Alf Schulze) dazu, so dass garantiert niemand auf den Stühlen sitzen bleibt. Von Polka bis Ska, Reggae, Rock n Roll, Disco und sogar Techno – den elektrifizierten Folklore-Instrumenten kann diese Band alles entlocken.
Feiern nach besten Osteuropäischen Traditionen, „Taiga Tunes & Soviet Grooves“ mit APPARATSCHIK, der ersten Berliner Russen-Kultband

Gedenken am 9. November 2018

Am Gedenken anlässlich des 9. November haben in Schöneiche ca. 80 Bürger teilgenommen. Es war eine berührende Veranstaltung.Stopersteine quer

Am Rande wurde diskutiert, dass es noch eine Reihe ehemaliger jüdischer Einwohner gibt, derer bis heute nicht mit Stolpersteinen gedacht wird. Das wollen wir ändern. Wenn Sie daran teilhaben wollen, melden Sie sich bitte unter dem Betreff Stolpersteine bei buendnis@schoeneiche-bei-berlin.de . Allgemeine Information gibt es hier http://www.stolpersteine.eu. Eine Patenschaft für einen Stein kostet 120€. Die Kooperation mit Schulen bzw. Jugendlichen ist erwünscht.

Infos zu Stolpersteinen in Schöneiche finden sich hier

Einladung zum Martinsfest am 17. November

Das Martinsfest beginnt in Schöneiche am Samstag, den 17. Nov. um 16.30 Uhr mit einem Martinsanspiel an der katholischen Kirche. Anschließend, so gegen 17.00 Uhr ziehen wir mit unseren Laternen zum katholischen Altenheim.

Sankt-Martin

Wir freuen uns, wenn viele Leute dazu kommen, gerne auch mit Musikinstrumenten zum Begleiten der Lieder.

Warum feiern wir Sankt Martin am Martinstag?

Sankt Martin auf einem Altarbild des 15. Jahrhunderts: Mit einem Schwert teilt er seinen Mantel.

„Laterne, Laterne, …“: Jedes Jahr um den 11. November herum ziehen Scharen von Kindern mit bunten Laternen durch die dunklen Straßen und trällern dabei Martins- und Laternenlieder. Doch wer war eigentlich der Heilige Martin, an den jedes Jahr am 11. November – besonders in katholischen Regionen – mit Martinsumzügen und Gänsebraten erinnert wird?

Den Mantel mit einem Bettler geteilt

Martin war ein römischer Soldat, der um das Jahr 316 nach Christus geboren wurde. Der Legende nach ritt er an einem kalten Wintertag an einem hungernden und frierenden Bettler vorbei. Der Mann tat ihm so leid, dass Martin mit dem Schwert seinen warmen Mantel teilte und dem Bettler eine Hälfte schenkte. In der Nacht erschien Martin der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen.

Vom Erntefeuer zum Laternenumzug

Die farbig leuchtenden Laternen stehen in der Tradition der Lichterprozessionen.

Und welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Heiligen Martin und den bunten Laternenumzügen? Bereits die frühen Christen kannten Lichterprozessionen, mit denen sie vermutlich auch den Heiligen Martin an seinem Gedenktag ehrten. Zudem entzündeten die Menschen einst häufig im November Feuer auf den abgeernteten Feldern – zum Dank für die Ernte und als symbolischen Abschied vom Erntejahr. Die Kinder bastelten sich Fackeln aus Stroh und Laternen aus ausgehöhlten Rüben und anderen Materialien, mit denen sie dann durch die Straßen zogen – ähnlich den ursprünglich keltischen Erntebräuchen, aus denen Halloween entstand.