Schöneiche hilft!

Seit dem Sommer 2015 sind unter dem Bündnis SchöneicherInnen versammelt, die aktive Willkommenskultur für Flüchtlinge gestalten wollen. Wir arbeiten gerne mit allen zusammen, die sich für eine weltoffene, demokratische und diskriminierungsfreie Gesellschaft einsetzen. Das Bündnis vernetzt Hilfsangebote und ist bürgerschaftlicher Partner der Gemeinde Schöneiche bei Berlin. Anlaufstelle für alle Helfer und Interessierte ist das Café International in der Kulturgießerei. Dienstag ab 17 Uhr bis 21 Uhr. Bitte schauen Sie in den Bereich Arbeitsgruppen und kontaktieren Sie die jeweiligen Ansprechpartner für ihre Fragen und Anregungen.

News

 

Gedenken am 9. November 2018

Am Gedenken anlässlich des 9. November haben in Schöneiche ca. 80 Bürger teilgenommen. Es war eine berührende Veranstaltung.Stopersteine quer

Am Rande wurde diskutiert, dass es noch eine Reihe ehemaliger jüdischer Einwohner gibt, derer bis heute nicht mit Stolpersteinen gedacht wird. Das wollen wir ändern. Wenn Sie daran teilhaben wollen, melden Sie sich bitte unter dem Betreff Stolpersteine bei buendnis@schoeneiche-bei-berlin.de . Allgemeine Information gibt es hier http://www.stolpersteine.eu. Eine Patenschaft für einen Stein kostet 120€. Die Kooperation mit Schulen bzw. Jugendlichen ist erwünscht.

Infos zu Stolpersteinen in Schöneiche finden sich hier

Einladung zum Martinsfest am 17. November

Das Martinsfest beginnt in Schöneiche am Samstag, den 17. Nov. um 16.30 Uhr mit einem Martinsanspiel an der katholischen Kirche. Anschließend, so gegen 17.00 Uhr ziehen wir mit unseren Laternen zum katholischen Altenheim.

Sankt-Martin

Wir freuen uns, wenn viele Leute dazu kommen, gerne auch mit Musikinstrumenten zum Begleiten der Lieder.

Warum feiern wir Sankt Martin am Martinstag?

Sankt Martin auf einem Altarbild des 15. Jahrhunderts: Mit einem Schwert teilt er seinen Mantel.

„Laterne, Laterne, …“: Jedes Jahr um den 11. November herum ziehen Scharen von Kindern mit bunten Laternen durch die dunklen Straßen und trällern dabei Martins- und Laternenlieder. Doch wer war eigentlich der Heilige Martin, an den jedes Jahr am 11. November – besonders in katholischen Regionen – mit Martinsumzügen und Gänsebraten erinnert wird?

Den Mantel mit einem Bettler geteilt

Martin war ein römischer Soldat, der um das Jahr 316 nach Christus geboren wurde. Der Legende nach ritt er an einem kalten Wintertag an einem hungernden und frierenden Bettler vorbei. Der Mann tat ihm so leid, dass Martin mit dem Schwert seinen warmen Mantel teilte und dem Bettler eine Hälfte schenkte. In der Nacht erschien Martin der Bettler im Traum und gab sich als Jesus Christus zu erkennen.

Vom Erntefeuer zum Laternenumzug

Die farbig leuchtenden Laternen stehen in der Tradition der Lichterprozessionen.

Und welcher Zusammenhang besteht zwischen dem Heiligen Martin und den bunten Laternenumzügen? Bereits die frühen Christen kannten Lichterprozessionen, mit denen sie vermutlich auch den Heiligen Martin an seinem Gedenktag ehrten. Zudem entzündeten die Menschen einst häufig im November Feuer auf den abgeernteten Feldern – zum Dank für die Ernte und als symbolischen Abschied vom Erntejahr. Die Kinder bastelten sich Fackeln aus Stroh und Laternen aus ausgehöhlten Rüben und anderen Materialien, mit denen sie dann durch die Straßen zogen – ähnlich den ursprünglich keltischen Erntebräuchen, aus denen Halloween entstand.

Kultur AG am 25.09.2018

Am Dienstag, den 25.9. um 18.30 Uhr trifft sich die Kultur-AG im Café International in der Kulturgießerei um zu überlegen und zu planen, was wir in den nächsten Monaten für Veranstaltungen und Ausflüge machen können. Interessierte sind herzlich willkommen!

Demo am Weltfriedenstag in Neuenhagen

Bei der großen AfD Veranstaltung, die am Weltfriedenstag den 1.9.2018 im Bürgerhaus Neuenhagen unter dem Titel „Der soziale Frieden Deutschlands in Gefahr“ stattfand, gab es zahlreiche Proteste. Auch 20 Schöneicher trafen sich um halbzehn an der Kugi und fuhren gemeinsam mit dem Rad in den benachbarten Landkreis. Dort wurden sie begeistert begrüßt. Im Laufe des Vormittags trafen mindestens 20 weitere Schöneicher dort ein und beteiligten sich an den Protesten unter Rufen wie „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda“. Insgesamt sollen es laut dpa 400 Gegendemonstranten, und damit ca. vier Mal so viel wie AfD-Anhänger, gewesen sein.

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Kein Jagdplatz für die AfD – Kundgebung am 1. September #noafd

Liebe Freundinnen und Freunde, lieber Nachbarn,

 

am 01. September findet in Neuenhagen eine AfD Konferenz mit Gauland, Kalbitz, Poggenburg und Elsässer statt. Die Fraktionen der CDU, SPD, GRÜNE und DIE LINKE in der Gemeindevertretung Neuenhagen haben ein buntes Bürgerbündnis für Vielfalt und Demokratie initiiert. Gemeinsam mit den anderen demokratischen Parteien sowie Verbänden und gesellschaftlichen Organisationen werden wir uns klar und deutlich gegen die Ideen und Inhalte der AfD positionieren. Wir werden deutlich zu machen, dass die AfD in Brandenburg keine Mehrheit hinter sich hat! https://keine-afd-in-neuenhagen.de/

 

Wann: 01. September 10-18 Uhr

Wo: Bürgerhaus Neuenhagen

 

https://www.facebook.com/events/368254720377696/
Pressemitteilung vom Bündnis für Vielfallt

Ausgerechnet am Tag des Weltfriedens gibt es in Neuenhagen einen symbolträchtigen Zusammenschluss, der in der Gemeindevertretung vertretenen Fraktionen der Parteien CDU, SPD, Linke und Grüne. Zum 1.9. hat die AfD, die in Neuenhagen zwar durch keinen Ortsverein, aber in Märkisch-Oderland im Kreistag als Fraktion vertreten ist, eine Veranstaltung unter dem Motto „Der soziale Frieden in Deutschland in Gefahr“ angemeldet.

Pikant dabei ist, dass die im Frühjahr 2018 beantragte Veranstaltung eigentlich als „Kreisveranstaltung“ angekündigt wurde, auf dem Podium stehen nun aber stark polarisierende Vertreter der Partei aus dem ganzen Land wie André Poggenburg, Andreas Kalbitz, der umstrittene Publizist der neurechten Szene Jürgen Elsässer und der Bundesvorsitzende der Partei Alexander Gauland. Sowohl André Poggenburg, als auch Andreas Kalbitz, Landesvorsitzender der AfD, standen in Verbindung mit der inzwischen verbotenen rechtsextremen „Heimattreuen Deutschen Jugend“ (HDJ, in Anlehnung an die Hitler Jugend). Sven Kindervater (DIE LINKE) meint dazu „Wer sich so jemanden anhören möchte, macht das bewußt und weiß was er tut!“.

Die Neuenhagener Gemeindevertreter fürchten nun aufgrund des prominent besetzten Podiums nicht um den sozialen Frieden Deutschland, sondern um den Frieden in Neuenhagen und haben sich daher zu einem ungewöhnlichen Bündnis entschlossen. Georg Stockburger (Bündnis90/Grüne) stellt klar „Unser Steuergeld – unser Haus! Wer eine kleine Kreisveranstaltung anmeldet, kann daraus kein Bundes-Event machen. Und rechte Hetzer und Rassisten haben bei uns keinen Platz!“ Die Gemeindevertreter der vier Fraktionen veranstalten daher am 1.9. von 10 bis 18:00 ein Fest für Demokratie rund um das Bürgerhaus Neuenhagen und rufen gemeinsam mit dem Strausberger Bündnis für Menschlichkeit alle interessierten Bürger dazu auf, mit ihnen einen Tag der Vielfalt und Demokratie zu feiern.

„Im Gegensatz zur AfD-Veranstaltung soll das Fest für Meinungsfreiheit stehen. Wir wollen keine Meinung unterdrücken, sondern rufen zum Diskurs und natürlich auch zum gemeinsam Spaß haben auf.“ sagt Corinna Fritzsche-Schnick (CDU) und bekommt dabei Unterstützung von Marianne Hitzges (SPD) „Wir wollen durch das Fest die Demokratie und den Zusammenhalt stärken und spalterischer Hetze in Neuenhagen keinen Nährboden geben.“. Die vier ungleichen Partner haben zudem eine Petition unter dem Motto „Kein Jagdplatz für die AfD“ gestartet, die sich auf die Aussage „Wir werden Frau Merkel jagen!“ von Alexander Gauland nach der Bundestagswahl bezieht. Die Website zur Petition und der Veranstaltung ist unter www.keine-afd-in-neuenhagen.de zu erreichen.

 

Infos zur Veranstaltung der AFD finden Sie hier www.afd-mol.de

Kein Schlusswort: Nazi-Terror, Sicherheitsbehörden, Unterstützernetzwerk.

Eine Veranstaltung des Aktionsbündnis Brandenburg, Bündnis für Demokratie und Toleranz Schöneiche und der Kulturgießerei

Kein Schlusswort: Nazi-Terror, Sicherheitsbehörden, Unterstützernetzwerk. Plädoyers im NSU-Prozess
Lesung und Diskussion mit Rechtsanwältin Antonia von der Behrens am Sonntag den 9. September um 16 Uhr in der Kulturgießerei Schöneiche

Es war eines der aufwändigsten Verfahren der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Prozess um die Morde von Angehörigen und Unterstützern des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) am Münchener Oberlandesgericht dauerte mehr als fünf Jahre. Im November 2017 begann mit den Plädoyers der über 90 Nebenkläger und ihrer Anwälte auch eine Abrechnung mit dem gebrochenen Aufklärungsversprechen der Bundeskanzlerin. Denn die bohrenden Fragen der Betroffenen blieben bislang unbeantwortet: Wie erfolgte die Auswahl der Opfer? Wie groß war das an den Morden und Anschlägen beteiligte Unterstützernetzwerk? Was wussten die Sicherheitsbehörden – insbesondere der Verfassungsschutz – und warum wurde seitens des Staates nicht eingegriffen? Wie konnte der NSU überhaupt entstehen? Diesen und anderen Fragen gehen in dem Buch vier vom NSU-Terror Betroffene und acht Nebenklagevertretern in ihren Plädoyers nach. Die Anwälte gehören zu denjenigen Nebenklagevertretern, die den NSU-Prozess mitgestalteten.

Antonia von der Behrens ist Rechtsanwältin in Berlin. In ihrem Plädoyer im NSU-Prozess wollte sie zwei zentrale Thesen belegen: Der NSU war von einem Netz von V-Leuten und anderen Informanten von Verfassungsschutz- und anderen Behörden umgeben, und der Inlandsgeheimdienst hatte zahlreiche Informationen über die NSU-Mitglieder und deren Aufenthaltsort.