Schöneiche hilft!

Seit dem Sommer 2015 sind unter dem Bündnis SchöneicherInnen versammelt, die aktive Willkommenskultur für Flüchtlinge gestalten wollen. Wir arbeiten gerne mit allen zusammen, die sich für eine weltoffene, demokratische und diskriminierungsfreie Gesellschaft einsetzen. Das Bündnis vernetzt Hilfsangebote und ist bürgerschaftlicher Partner der Gemeinde Schöneiche bei Berlin. Anlaufstelle für alle Helfer und Interessierte ist das Café International in der Kulturgießerei. Dienstag ab 17 Uhr bis 21 Uhr. Bitte schauen Sie in den Bereich Arbeitsgruppen und kontaktieren Sie die jeweiligen Ansprechpartner für ihre Fragen und Anregungen.

News

 

Aufstehen gegen Rassisms 2021

Am Wochenende 20./21. Mär wird weltweit der Aktionstag gegen Rassismus begangen und auch, wenn wir nun nicht am Rathaus zusammen kommen, können und sollten wir auf anderem Wege an diesem Tag ein deutliches Zeichen gegen Rassismus, rechten Terror und die geistigen Brandstifter der AfD sowie für Solidarität, Respekt und eine offene Gesellschaft setzen 

Die weltweiten Proteste nach der Ermordung George Floyds brachten weltweit Millionen Menschen mit der Losung „Black Lives Matter“ auf die Straße. Sie haben eindringlich deutlich gemacht, wie sehr rassistische Hetze, Ausgrenzung, Diskriminierung, Unterdrückung und Polizeigewalt das Leben nicht-weißer Menschen bestimmen, und dass diese das nicht länger hinnehmen wollen. Zugleich geht es um die Wurzeln des Rassismus: die koloniale Eroberung und Aufteilung der Welt durch die Europäer, die bis heute weltweit Strukturen, Bewusstsein und Lebenschancen bestimmen.

Es ist kein Zufall, dass die Menschen, die zu Tausenden im Mittelmeer und zunehmend im Atlantik ertrinken oder in der Sahara verdursten, „People of Color“ sind; es ist kein Zufall, dass unter denjenigen, die Europa zur Festung ausgebaut haben, die alten Kolonialmächte sind. 

Die Welt ist im Umbruch und während Regierungen so tun, als könnten sie die damit verbundenen Migrationsbewegungen durch Abschottung verhindern, entstehen in der extremen Rechten immer mehr terroristische Strukturen – oft mit Verbindung zu staatlichen Strukturen wie Polizei und Militär. Immer wieder sterben Menschen bei terroristischen Anschlägen durch Nazis und Rassisten.

Rassistische Anfeindungen und Gewalt gegen Geflüchtete und rassistisch diskriminierte Menschen haben auch hierzulande drastisch zugenommen. Diejenigen, die rassistische Gewalttäter mit Hassreden munitionieren, sitzen auch in Deutschland in den Parlamenten. Die AfD zu stoppen und ihre völkisch-nationale, antidemokratische Politik zu Fall zu bringen, ist das Ziel von Aufstehen gegen Rassismus.

Unsere Alternative heißt Solidarität! Gerade in der Pandemie. Nein zur Hetze gegen Sündenböcke von Nazis und Rassisten!

Deshalb beteiligen wir uns in Deutschland und weltweit an den Aktivitäten zum Internationalen Tag gegen Rassismus und rufen auf zu vielfältigen Aktionen gegen Hetze, Ausgrenzung, Stigmatisierung, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, Antiziganismus und jede andere Form von Rassismus.

Die Vereinten Nationen haben 1966 den 21. März als „Internationalen Tag zur Überwindung von Rassendiskriminierung“ ausgerufen. Damit soll an die blutige Niederschlagung einer friedlichen Demonstration in Sharpeville in Südafrika gegen die Apartheid am 21. März 1960 erinnert werden. In Deutschland organisiert die „Stiftung gegen Rassismus“ 2021 zum 26. Mal vom 15. bis 28. März 2021 die Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos“.

Setzen wir also am Samstag ein Zeichen, z.B. auf unseren Grundstücken, an der Mauer oder am Zaun, oder auch mit Foto-Aktionen — alleine oder mit anderen — bei denen ihr Transparente, Plakate und eigene Botschaften hochhaltet und die Bilder am 20. & 21.3. über Facebook, Twitter, Whatsapp, Instagram, etc. postet.
Gerne könnt Ihr uns eure schriftlichen Beiträge, Fotos oder Videos  an buendnis@schoeneiche.de schicken, und wir verbreiten das über verfügbare Websites und Social Media/Newsletter

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus

Beim diesjährigen Holocaustgedenktag, zu dessen stiller und individueller Teilnahme Bürgemeister Steinbrück und der Vorsitzende der Schöneicher Gemeindevertretung Ingo Röll aufgerufen hatten, kamen viele Schöneicherinnen und Schöneicher und legten teilweise Blumen nieder.

Zwischen den beiden Gedenkorten im Schlosspark sah man immer wieder kleine Gruppen von Menschen stehen, die sich lange nicht mehr gesehen und gesprochen hatten und diese Gelegenheit nutzten.

„Gemeinsam Erinnern – Gemeinsam Gedenken“

„Gemeinsam Erinnern – Gemeinsam Gedenken“

Am 9. November luden die Evangelische Kirchengemeinde und die Gemeinde Schöneiche bei Berlin zum gemeinsamen Gedenken in den Schlosspark an das Denkmal für die jüdischen Schöneicherinnen und Schöneicher, die vor und während der Zeit des Nationalsozialismus hier lebten, entrechtet und ermordet oder vertrieben worden sind. Ungefähr 50 Schöneicher folgten dem Aufruf, die meisten davon über 60 Jahre alt. Jugendliche und Menschen unter 30 Jahren fehlten leider vollkommen.

Globaler Klimastreik am 25. September

Globaler Klimastreik am 25. September

am 25.9. 2020 beteiligten wir uns mit ca. 200 Personen in Schöneiche mit einem Klimaaktionstag am globalen Klimastreik.

Unser Protest wurde von zahlreichen Institutionen, Verbänden, Parteien und UNternehmen mitgetragen

Tour de Tolérance

Tour de Tolérance

Große Fahrradtor durch Oder-Spree und Dahme-Spreewald für Toleranz am 5. 9. ab 9 Uhr

„Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

So lautet das erste Grundrecht unserer Verfassung. Extremismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Intoleranz gegenüber anders Denkenden, Fühlenden, Aussehenden und Handelnden widersprechen diesem obersten Verfassungsgebot der Bundesrepublik Deutschland.

Extremistische Übergriffe und offenen Rassismus gibt es noch zu häufig in Deutschland. Immer wieder kommt es zu verbalen Pöbeleien und mitunter zu fremdenfeindlichen Übergriffen. Offener Rassismus passt nicht in unsere Gesellschaft, die ganz wesentlich von internationaler Arbeitsteilung und dem Austausch von Wissen und Kultur lebt. Das haben auch die vermeintlichen Köpfe der ewig

Gestrigen mittlerweile wohl oder übel mitbekommen.

Deshalb sind es längst nicht mehr die nostalgischen Altnazis, die an der Spitze der rechtsextremen Parteien sitzen. Man gibt sich äußerlich volksverbunden und engagiert sich in strukturschwachen Regionen bei sozialen Projekten. Trotz dieser Strategieänderung sind die Ziele die gleichen geblieben. Extremistisches Gedankengut soll in die Mitte der Bevölkerung getragen werden. Letztlich mit dem Ziel, die freiheitliche demokratische Grundordnung in ihren Grundfesten zu verändern.

Wir wollen weiterhin deutlich Flagge zeigen gegen jede Form von Extremismus, Rassismus und Antisemitismus. Und in der gegenwärtig angespannten internationalen Situation fahren wir natürlich auch für ein friedliches Miteinander aller Nationen. Hierzu soll die Tour de Tolérance einen konkreten Beitrag leisten.

Im Jahr 2001 ins Leben gerufen, führt die Tour de Tolérance unter dem Motto „Gemeinsam Stärke zeigen“ in diesem Jahr am 05. September 2020 nunmehr zum 19. Mal durch Brandenburg. Sie wird in diesem Jahr von der Stadt Erkner, Heidlinde Benzinger, Bodo Böhlemann und Günter Grützner organisiert und von einem breiten Bündnis aus Institutionen, Betrieben, Schulen und Vereinen der Regionen Märkisch – Oderland, Oder-Spree und Barnim sowie in- und ausländischen Partnereinrichtungen, Partnerkommunen und Partnerregionen getragen.

Wir dürfen nicht zulassen, dass die Würde des Menschen mit Füßen getreten wird!

Deshalb setzt ein Zeichen! Nehmt teil an der 19. Tour de Tolérance und/oder unterstützt durch Spenden http://www.tourdetolerance.de!

Sommerfest: 5 Jahre Café International

ACHTUNG! DAS FEST FINDET NUR BEI GUTEM WETTER UND DRAUSSEN STATT!

Seit fünf Jahren leben geflüchtete Menschen in Schöneiche.

Seit fünf Jahren engagieren sie sich gemeinsam mit Ehren- und Hauptamtlichen für eine gute Integration und für ein friedliches Zusammenleben.

Seit fünf Jahren blüht das Ehrenamt im Bündnis für Demokratie und Toleranz.

Seit fünf Jahren spenden viele Schöneicher/innen Zeit und Geld.

Seit fünf Jahren ist die Gemeindeverwaltung guter und verlässlicher Partner.

Seit fünf Jahren bietet die Kulturgießerei jeden Dienstag einen Ort für Begegnungen im Café International, DAS MÖCHTEN WIR FEIERN!

#sogehtsolidarisch

Aufruf #SoGehtSolidarisch 14. Juni 2020
14-15 Uhr Berlin, Leipzig. Erfurt, Chemnitz … & im Netz

unteilbar durch die Krise

Die Pandemie trifft uns alle, doch bei Weitem nicht alle gleich. Was vorher ungerecht war, wird in der Krise noch ungerechter: Weltweit sind immer mehr Menschen in ihrer Existenz bedroht und haben keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung. Die Milliarden aus den ersten Konjunktur-programmen kommen vor allem Unternehmen zugute. Jetzt muss dringend in den Klimaschutz, ins Gesundheitssystem und den Kultur- und Bildungsbereich investiert werden.
Gleichzeitig werden Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungs-erzählungen gesellschaftsfähiger und bedrohen unser Zusammenleben. Dem stellen wir uns entschieden entgegen.
So darf es nicht weitergehen!
Viele von uns drohen zurückzubleiben: Menschen ohne sichere Arbeit, die ihre Miete nicht mehr zahlen können oder kein Zuhause haben; geflüchtete Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben müssen oder an den europäischen Außengrenzen entrechtet werden; Menschen, die von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung betroffen sind oder gar Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt werden; Angehörige von Risikogruppen, Betroffene von häuslicher Gewalt und Schulkinder, die abgehängt werden.
Dabei sind es vor allem Frauen, die in der Pflege, im Einzelhandel und bei der Kinderbetreuung die Umsetzung der Schutzmaßnahmen erst möglich machen.

Für eine solidarische Gesellschaft
Jetzt wird entschieden, wer die Kosten der globalen Krise trägt, wer danach stärker wird und wer schwächer. Jetzt wird entschieden, ob wir es schaffen, uns gemeinsam auf den Weg in eine antirassistische, soziale und klima-gerechte Gesellschaft zu machen – für ein besseres Leben für alle. Auch in der Krise zeigen wir, dass es solidarisch geht – wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen.
Wir fordern:
– Bessere Arbeitsbedingungen und gute Löhne für alle. Gleiche Rechte und Schutzbedingungen für migrantische Arbeiter*innen
– Geschlechtergerechte Verteilung von Sorgearbeit
– Kostenlose Gesundheitsversorgung für alle und Rücknahme der Privatisierungen
– Sicherer und guter Wohnraum für alle: Unabhängig von Geldbeutel und Aufenthaltsstatus
– Demokratisierung der Wirtschaft und mehr Mitbestimmung in den Betrieben
– Eine Steuerpolitik, bei der die wirtschaftlich Starken und Vermögenden die Kosten der Krise tragen
– Sozial und ökologisch gerechte Konjunkturprogramme
– Schuldenerlasse und Unterstützung der von der Krise besonders hart getroffenen Länder
– Für das Recht auf Schutz und Asyl – Auflösung menschenrechtswidriger Unterbringungen
– Aufnahme der Geflüchteten aus den griechischen Lagern jetzt – Solidarität kennt keine Grenzen!
– Menschenrechte müssen weltweit der Maßstab für die Bewältigung der Krise sein
– Einen gesellschaftlichen Pakt gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsterrorismus

SoGehtSolidarisch

Am Sonntag, den 14. Juni 2020, um 14 Uhr werden wir verantwortungsbewusst und mit Abstand
demonstrieren. Auf der Straße und im Netz zeigen wir: #SoGehtSolidarisch!